Nosso Lar bedeutet Unser Heim

Ein Heim, das durch Spenden entstanden, erhalten und erweitert wird.

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Yasmin  und Ottavio sind zwei von 11 jungen Menschen aus Brasilien, die in diesen Tagen Partnerschulen in Deutschland besuchen. Mit ihren Aufführungen, für die sie über ein Jahr regelmäßig geprobt haben, möchten sie den Partnern in Deutschland für die erfahrene Unterstützung  danken.

Die Gesamtschule Hünxe ist eine Station von vielen, die sie innerhalb eines Monats mit der Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer des Aktionskreises Pater  besuchen.

Auch in diesem Jahr bringt die Gruppe ein Stückchen Brasilien für die fünften und sechsten Klassen in die Aula. In selbst gemalten Bildern und eigenständig entwickelten Rollenspielen stellen sie das  Leben der verarmten Landbevölkerung dar. Ein Leben in ihrer Stadt Juazeiro do Norte im Nordosten Brasiliens, das geprägt ist durch Armut, Arbeitslosigkeit, Drogen und mangelnde Schulbildung, aus dem das Projekt Nosso Lar eine Chance auf einen Ausstieg bietet. Im Projekt, das unter der Leitung von Hélio Alves da Silva steht, werden mittlerweile 120 Kinder und Jugendliche betreut. Sie werden in ihrer Schulbildung unterstützt, lernen über Musik und Tanz, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und erhalten eine regelmäßige Mahlzeit. Für viele ist es ihr Zuhause geworden, Nosso Lar heißt übersetzt Unser Heim. Helio Alves da Silva, ist nicht zum ersten Mal in der Gesamtschule Hünxe zu Gast.

Einigen Schülern der sechsten Klassen ist die Aufführung des vergangenen Schuljahres noch in guter Erinnerung. Jonas erkundigte sich:“Kommt wieder der Mönch mit?“ In diesem Jahr wird der Gründer des Arbeitskreises Pater Beda leider nicht mehr dabei sein. Er verstarb im vergangenen Jahr, dennoch wird die Arbeit des Arbeitskreises weitergeführt. Ein gutes Netzwerk mit vielen ehrenamtlichen Helfern in Deutschland wie in Brasilien bleibt somit erhalten und den Projekten ist weiterhin eine verlässliche Unterstützung sicher. „Die Spenden, die in der Gesamtschule Hünxe durch Pfandsammlungen oder durch die Gottesdienstkollekten zusammengetragen werden, sorgen für Nachhaltigkeit, wodurch nicht nur in  Brasilien andere Perspektiven eröffnet werden. Außerdem erfahren die Schüler durch die regelmäßigen Besuche aus den Partnerprojekten, dass sich ihr Engagement lohnt und für sie sichtbar sich die Lebenswelt von Menschen verändert“, so die Initiatorin des schulischen Hilfsprojekts Doris Schneider. Denn das konnten die Besucher aus Brasilien in ihren Bildern vermitteln, deren eigene Lebenswirklichkeit sehr weit von ihren Wünschen entfernt ist.

„Darf ich denn noch Spenden?“, fragte Lina aus der 5. Klasse, was weitere Schüler anregte. Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Helio Alves da Silva  bei den jungen Zuschauern für die Aufmerksamkeit, die eingesammelten Spenden von 371 € und holte einige  Schüler auf die Bühne.  



Text und Fotos von Doris Schneider.