Berufsförderstunden

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BFS Kurs Kulturleben im Jahrgang 9

Neues Raumfeeling für die Kleinsten Schwimmer

Nicht nur auf sportlicher Ebene sondern auch auf gestalterische Weise arbeiteten zum wiederholten Male der Schwimmfreunde Verein des  Hallenbades Hünxe und der Berufsförderkurs „Gestaltung“ der Gesamtschule zusammen. Dieses Mal sollte die hügelige Umrandung des Beckens für die kleinsten Besucher gestaltet werden. Auf die Anfrage des Vorstandsmitglieds des Fördervereins, Bernd Hermanns,  reagierten die Schüler des 10. Jahrgangs mit großer Zustimmung.

Zahlreiche Entwürfe entstanden in den wöchentlich stattfindenden zwei Unterrichtsstunden. Viele Ideen wurden verworfen, bevor sich die Schüler mit einem Entwurf an den Geschäftsführer Klaus Menzel wandten. Aus dem Vorstand erhielten die Schüler grünes Licht für die Umsetzung.

„Wann fangen wir endlich an, im Hallenbad zu arbeiten?“, fragte  Dana nicht nur einmal im Laufe der Vorbereitungszeit. Von den Entwürfen zur Umsetzung war es ein weiter Weg, der den Schülern viel Geduld abverlangte. Wie groß muss so ein Wasserball sein, damit man ihn an dem Kleinkinderbecken auch sieht? Welche Farben sprechen die Kleinsten an? Fragen, die vor Ort gemeinsam beantwortet wurden.


 Die ersten Papierentwürfe halfen, angemessene Proportionen zu finden. Mit Hilfe der angefertigten  Pappschablonen wurden die Elemente auf die unebene  Fläche übertragen. Bei der Bestellung der Farbmenge halfen die Flächenberechnungen aus dem Mathematikunterricht. Die Schwimmfreunde stellten die Materialien von der Farbe bis zum Kreppband. Beyzas Frage „Wozu brauchen wir denn Abdeckplanen?“ konnte Dino schnell beantworten.  An einem Schulvormittag gelang es der Gruppe mit der Kursleiterin, Doris Schneider, die kahlen Hügel zu verwandeln. Die Raumtemperatur von 32 Grad brachte alle ins Schwitzen. Der Grundschüler Tim hatte es da besser, nachdem er feststellte: “Sieht gut aus!“ konnte er wieder ins Nichtschwimmerbecken hüpfen.

Jürgen Kosch, Stellvertretender Geschäftsführer, begutachtete noch am gleichen Tag die Gestaltung und bedankte sich persönlich bei den Schülern für das Ergebnis: „ Die leuchtenden Farben werden sicher dazu beitragen, dass dieser Bereich in Zukunft von den Kleinsten stärker angenommen wird.“ 

 


Pippi Langstrumpf stolziert durch den blauen Tunnel von Victor Vasarely

Ein gemeinsames Projekt der Flurgestaltung für die frisch gestrichenen Wände der Grundschule in Bruckhausen startete an der Gesamtschule Hünxe in eine neue Phase.

An sechs verschiedenen großformatigen Bildern arbeiteten die kleinen Schüler gemeinsam mit den Großen in den Klassenräumen der Gesamtschule Hünxe. Aus dem vorsichtigen, gegenseitigen Begutachten entstand schnell eine vertrauliche Arbeitssituation, in der die Gesamtschüler auch in die Lehrerrolle fielen. „Ich brauche lila, habt ihr hier kein lila?“, fragte Lars aus der vierten Klasse, worauf Saskia antwortete:“  Überleg mal, aus welchen Farben kann man denn lila mischen?“ Die richtige Lösung wurde gemeinsam gefunden, ohne dass die Kursleiterin des Kunstkurses, Doris Schneider, eingreifen musste. Wie entspannt das gemeinsame Gestalten  wurde, konnte Steven erstaunt feststellen, als die Grundschülerin Alina mit sicherer Stimme und richtiger Aussprache ein englisches Lied sang, während sie konzentriert die gepunktete Hose von Pippi Langstrumpf a la Niki de Saint Phalle ausführte.

Am Ende waren alle erstaunt, wie schnell die Bilder zum Teil fertig wurden und wunderten sich einmal mehr, wie schnell diese Unterrichtsstunden verstrichen waren und die Grundschüler mit ihrer Schulleiterin Barbara Kehr in den Bus steigen mussten, nicht ohne sich für ein gemeinsames Erinnerungsfoto dieser Aktion in der Gesamtschule Hünxe zu postieren .

Text und Fotos von Doris Schneider


Begegnung mit dem Originalkunstwerk - Gesamtschule Hünxe besucht die neue Winterausstellung des Otto-Pankok-Museums

„Landschaftsmalerei? Langweilig! Ich kann nur Palmen, die finde ich am Schönsten!“ So, oder so ähnlich lautete das Urteil  einiger Teilnehmer des Kurses Kulturleben der Gesamtschule Hünxe. Es entstanden zunächst eigene Versuche mit dem Kohlestift und der Rötelkreide und mit Palmen und Sonnenuntergängen. Dass Landschaftsdarstellungen nicht nur aus solchen werbewirksamen Motiven besteht und sich im Laufe der Jahrhunderte veränderten, wurde an dem Beispiel des Niederländers M. Hobbema und einer Landschaft der Englischen Schule erfahren. Dass Otto Pankok ganz anders mit Landschaft umging, sollte bei dem Aufenthalt der Schüler der Gesamtschule Hünxe im Otto-Pankok- Museum aufgezeigt werden.

Bevor sich die Schüler im Haus Esselt umsahen, erzählte Eva Pankok aus ihrer schier unerschöpflichen Erinnerung, wie ihr Vater Otto Pankok sich nicht nur mit der Landschaft während seiner Reisen auseinandersetzte, sondern auch immer die Begegnung mit den Menschen dieser Länder suchte.

  

„Ein Lächeln lässt Freunde werden, auch wenn man die Sprache des anderen nicht versteht. Also lächelt!“  Diesen Satz gab Eva Pankok den Schülern der Gesamtschule Hünxe mit auf den Weg durch die Ausstellung von Landschaftsbildern im Otto-Pankok Museum und auf den Nachhauseweg.  Völkerverständigung über gemalte Landschaften fremder Länder, eigentlich nicht geplant, aber ein zufälliges Ergebnis eines Besuches im Haus Esselt.

Derzeit sind Landschaften aus Montenegro in der  Eingangshalle des Museums präsentiert. Und wie, als hätte Eva Pankok von dem Urteil der Schülerin gehört, stellte sie fest:“ Schaut sie euch an. „Steine sind auch schön“, hat mein Vater immer gesagt und er hat Recht.“ Noch ein zufälliges Ergebnis dieser Exkursion.

Die Auseinandersetzung mit Otto Pankok als einem international bekannten Künstler ist inzwischen fester Bestandteil des Kurses. Die Zusammenarbeit zwischen der Lehrerin des Kurses, Doris Schneider, und Annette Burger von der Otto-Pankok-Gesellschaft  zeigte einmal mehr positive Impulse für die Schüler und deren praktischer Arbeit. Großzügig wurden von der pädagogischen Mitarbeiterin Reproduktionen für die weitere gestalterische Arbeit in der Schule zur Verfügung gestellt. Deren Ergebnisse werden die Schüler und  Doris Schneider wieder in einer schuleigenen Ausstellung präsentieren.

Text und Fotos von Doris Schneider



Atelierbesuch statt Schulunterricht mit anschließender Ausstellung
und Ausstellungsbesuch durch Grundschüler

Wie der Künstler Otto Pankok in seinem Atelier gearbeitet hat und wie seine Holzdrucke entstanden sind, vermittelte anschaulich Annette Burger den Schülern der Gesamtschule Hünxe im Haus Esselt.

Wie Otto Pankok gelebt hat, in welchen Zusammenhängen seine derzeit ausgestellten Bilder von Sinti und Roma entstanden sind, erzählte eindrucksvoll Eva Pankok.

Wie eine Kohlezeichnung entsteht, erarbeiteten sich die Kursteilnehmer des 9. Jahrgangs beim Betrachten der Originale selbst.

Als der Museumsbesuch in Hünxe von der Kunstlehrerin Doris Schneider vorgeschlagen wurde, war die Reaktion der Schüler eher skeptisch. Der erste Rundgang mit kleinen Gesprächsgruppen vor den Originalen vermittelte schon den ersten positiven Eindruck. Als Eva Pankok erzählte, welche engere Beziehung zwischen dem Künstler und Personen seiner Sinti- und Roma-Bilder entstanden ist, eröffnete sich für die Schüler durch diese Zeitzeugin eine weitere Perspektive auf die Arbeiten Otto Pankoks.


Rabia im Gespräch mit Eva Pankok.

Die praktische Erfahrung mit der Zeichenkohle, der Vergleich der eigenen Bilder mit den Originalen führte nicht nur zur Bewunderung der Kunstwerke, sondern auch zur Anerkennung der eigenen Zeichnungen, die unter der museumspädagogischen Anleitung durch Annette Burger entstanden sind.


Klaudia probiert sich schon an einer Porträtzeichnung, während Rabia noch
genauso überlegt wie Ronja, für welches Bild sie sich entscheiden soll.


Von der Begeisterung der Schüler angesteckt öffnete sie noch die Türen zum Atelier, um Holzdruckstöcke zu zeigen, die heute noch verwendet werden. Anschaulich erläuterte sie das Arbeitsverfahren eines Holzdrucks, denn in der weiteren Auseinandersetzung mit dem Werk OttoPankoks sollen in der Schule Linoldrucke entstehen.


Annett Burger mit Schülerinnen des BFS Kurses.

Die Qualität einiger Kohlezeichnungen überzeugte Annette Burger so, dass sie sie im Haus Esselt präsentieren wollte, aber Jennifer wollte sich nicht so gern von der Zeichnung ihres Hahns trennen. Nach längeren Verhandlungen erklärte sie sich bereit, dem Museum die Zeichnung nach der Ausstellung in der Schule zur Verfügung zu stellen.

Die gelungenen Kohlezeichnungen wurden zum Abschied des Besuches Eva Pankoks fachkundigen Augen vorgelegt, auch sie lobte die Vielzahl der gelungenen Zeichnungen. Demnächst sollen sie zu einer  Ausstellung von Schülerarbeiten zusammengefasst werden, die sich in verschiedenen Techniken mit dem Werk Otto Pankoks auseinandersetzen. Geplant ist diese Ausstellung in den Fluren der Gesamtschule Hünxe, zu deren Höhepunkt sicherlich Leihgaben aus dem Otto Pankok Museum zählen werden.

Zum Abschluss des Besuches äußerten sich die Schüler gar nicht mehr skeptisch, sondern nannten begeistert die Vorzüge dieses realen Atelierbesuches, der viel eindrücklicher war als der virtuelle, den die Schüler als Film während der Vorbereitung des Besuches gesehen hatten.


Eva und Jennifer konzentrieren sich auf die Darstellung von Tieren.

 

Ausstellungseröffnung: Gesamtschule Hünxe trifft Otto-Pankok, 19.05.2010

Das BFS Team Kulturleben 2010 stellt sich vor:

16 SchülerInnen, die hier stolz einen Teil ihrer Arbeiten zum Thema: Gesamtschule Hünxe trifft Otto-Pankok in einer
Ausstellung in der Mensa zeigen. Kohlezeichnungen, die im Haus Esselt entstanden sind, Linoldrucke, die während
des Unterrichts entstanden sind, konnten dank des Fördervereins gerahmt werden. Eine ansprechende Hängung zu
finden, war schon schwieriger, diese an die Wand und Fenster zu bringen, benötigte viel Geduld und Fingerspitzen-
gefühl. Auch das körperliche Training kam nicht zu kurz: Leiter rauf und runter und ....das Bild hing noch immer schief.

Das Ergebnis wurde feierlich mit einer Rede des stellvertretenden Schulleiters Herrn Hermanns eröffnet.
Seit dem wissen die anwesenden Schüler, was ein Akrostichon ist, denn mit dem Namen Otto Pankok
begrüßte er und ehrte alle Beteiligten für ihre Arbeit.

Besucher aus dem Haus Esselt, Frau Großmann, Frau Burger und Frau Pankok zeigten nicht nur großes Interesse
an den Linoldrucken der Schüler, sondern waren auch begeistert von den kreativen Ergebnissen der Schüler.
 

Eva Pankok lud in ihrer großzügigen Art die Schüler zu einem ganz privaten Besuch zu sich nach Hause ins Haus
Esselt ein. Sie wies auf den guten Blick der Schüler für die Natur hin, die in den Arbeiten der Schüler zu sehen seien.
Ihrer Großzügigkeit verdankt es die Schule, dass Holzdrucke aus dem Nachlass von Otto Pankok in der Mensa der Gesamtschule ausgestellt werden dürfen.

Zum Abschluss bedanken sich die Schüler des Kurses Kulturleben
und ihre Lehrerin Doris Schneider beim interessierten Leser.


Otto Pankok macht´s möglich

Otto Pankok  und das Haus Esselt animierten die Karl-Vogels- Grundschule und die Gesamtschule Hünxe, auf künstlerischer Ebene zusammenzuarbeiten.


Julia, Ronja, Klaudia und Sara helfen Grundschülern beim Einfärben des Druckstocks.

 

Der Besuch des Otto-Pankok Museums blieb für beide Schulen nicht ohne Folgen. Dort erfuhren die Grundschüler durch Eva Pankok und die Museumspädagogische Kraft, Frau Burger, dass  die Nachbarschule weitergehende Arbeiten durchgeführt hat. Das machte die Grundschüler neugierig auf die Ergebnisse  und veranlasste sie zum Besuch der Ausstellung der Werke aus dem Kunstkurs des neunten Jahrgangs in der Mensa der Gesamtschule. Sie stellten schnell fest, dass Otto Pankoks mit schwarzer Farbe gedruckten Holzschnitte sich stark von den farbigen Drucken der Schülerinnen unterscheiden.  Angeregt von der Vielfalt der verschiedenen Papiersorten, mit denen die Teilnehmer des Kunstkurses experimentell gedruckt hatten, wollten die beiden vierten Klassen der benachbarten Grundschule ebenfalls diese Technik ausprobieren.


Samantha und Jaqueline helfen unterstützend beim Drucken des Linoldrucks.

 

Mit den Druckstöcken aus Linoleum der älteren SchülerInnen probierten sie auf transparenten Papieren dieses Verfahren aus.  Mit der Unterstützung der Gesamtschülerinnen gelang es, zahlreiche Drucke zu erstellen, die die Grundschüler stolz in ihre Klassen trugen.

Während die einen druckten, probierten sich die anderen Schüler der Grundschule an Kohlezeichnungen und nahmen sich sowohl die Holzschnitte von Otto Pankok, als auch die Bilder der Gesamtschülerinnen zum Vorbild.

Die Unterrichtsstunden vergingen für alle Beteiligten wie im Flug, sodass ein trauriges „Oh, ist die Zeit schon um?“ zu hören war. Sowohl die Grundschüler als auch die unterstützenden Gesamtschüler wechselten zufrieden in ihre jeweiligen Unterrichtsfächer, jedoch nicht ohne die Frage nach einer Wiederholung zu stellen, zur Freude der beiden verantwortlichen Lehrerinnen Christiane Bungardt von der Karl-Vogels-Grundschule und Doris Schneider von der Gesamtschule Hünxe.