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Museumstage der Gesamtschule Hünxe im Otto-Pankok-Museum gestartet

 In diesem Jahr starteten alle Klassen des achten Jahrgangs ein Pilotprojekt, das ins Schulpropgramm aufgenommen und so jährlich wiederholt werden soll: Am Beginn einer Woche stand eine theoretische Einführung durch die Museumspädagogen in der Gesamtschule. Danach besuchten an verschiedenen Tagen der Woche die einzelnen Klassen in Begleitung ihrer Fachlehrer Kunst und ihrer Klassenlehrer das Museum.

Nach einer ersten Orientierung konnten die Schüler, angeregt durch die Bilder und Plastiken Otto Pankoks an vorbereiteten Arbeitsplätzen im Haus und im Garten ihre eigenen Ideen umsetzen. Anhand des Bronzewerks „Brüner Mahnmal“, das eine abgearbeitete, in sich zusammengesunkene, trauernde Frau zeigt, haben sie gestalterische Elemente einer Plastik erarbeitet, um anschließend selbst mit dem Material Ton zu experimentieren. Dabei entstanden menschliche Figuren, aber auch eine Vielzahl von Tieren, zu denen im Museum ausgestellte Holzschnitte als Vorlage dienten. Julius versuchte sich ausdauernd an einem Löwenkopf, während Gerrit geduldig einen Elefanten formte.

Andere Schüler entschieden sich für die Umsetzung mit dem Material Zeichenkohle, mit der auch Otto Pankok seinerzeit großformatige Zeichnung geschaffen hat.  Etliche Schüler setzten sich mit seinen Darstellungen von Kindern der Sinti auseinander. In Collagen haben sie als kopierte Vorlage diese oft traurigen, durch den Nationalsozialismus gepeinigten Kinder, in ihr Bild übernommen und mit eigenen Zeichnungen und anderen Bildelementen in ein neues Umfeld versetzt. Chenille stellte ein Geschwisterpaar in eine blühende Landschaft, bei der sie sich von einem Landschaftsbild Otto Pankoks inspirieren ließ.     

          

Während Lena, wie einige andere auch Pferde- oder Eseldarstellungen bevorzugten und sie in teilweise ungewöhnliche Landschaften versetzten.

In der abschließenden Reflexion schlossen sich die Schüler der Meinung von Wiebke an: „Es hat heute hier Spaß gemacht. So viele Originale sieht man in der Schule ja nicht.“ Während Torge die schöne Umgebung des Museums hervorhob, in der man eine entspannende Pause verbringen konnte.

 

Sie bedankten sich bei der Museumsleiterin Frau Burger und ihren ehrenamtlich Mitwirkenden mit einem großen Applaus für die Bereitstellung der Arbeitsmöglichkeiten und persönliche Begleitung an diesem außerschulischen Lernort. Frau Burger lobte ihrerseits die Schüler für deren kreatives Arbeiten, ihr Interesse und den regen Gedankenaustausch. Sie bedankte sich bei der Lehrerin Doris Schneider, die seit Jahren mit viel Einsatz wesentlich zum Gelingen dieser Kooperation beigeträgt.  Diese Zusammenarbeit wird durch einen Kooperationsvertrag in nächster Zukunft manifestiert.

Die Bürgerstiftung der NISPA ermöglichte durch eine Spende die Anschaffung der Materialien und der Präsentationsmittel und somit die Durchführung des gesamten Pilotprojekts. Herr Hoffacker, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, reiste während der Museumstage eigens an, um sich persönlich davon zu überzeugen, dass die zur Verfügung gestellten Mittel gut investiert sind.

 

 

Museumstage in der Gesamtschule Hünxe

Die Zusammenarbeit zwischen dem Otto-Pankok-Museum und der Gesamtschule Hünxe wird intensiviert. Haben bisher nur einzelne Kurse das Haus Esselt besucht, sollen in Zukunft alle Schüler des achten Jahrgangs sich an jeweils einem Tag mit Kunstwerken Otto Pankoks theoretisch und praktisch auseinandersetzen. Mit einem Besuch der Museumsleiterin Annette Burger und der Mitarbeiterin Sarah Breuer startete das neue Projekt des Faches Kunst, den außerschulischen Lernort Museum in die Schule zu integrieren.

Ein Vortrag der Museumsleiterin war der Startschuss für dieses Vorhaben. Sie stellte mit interessanten Geschichten und Bildern das Museum, Leben und Werk des Künstlers vor. Während sich Lukas sehr für den Hund der Familie Pankok interessierte, stellte Noah die Frage nach der Anzahl und den Preisen der Kunstwerke. Verwundert fragte Tim, warum sich die Familie Pankok während der Zeit des Nationalsozialismus verstecken musste. Geduldig beantwortete Annette Burger auch diese Frage, indem sie auf die Vielzahl von Porträts von Roma hinwies, mit denen Otto Pankok zum Teil auch gelebt hat. Sie stellte dar, dass die verschiedenen Techniken des Künstlers im und rund um das Museum von Schulklassen erprobt werden können. Ausgestellte Beispiele praktischer Arbeiten einzelner Kurse erläuterte Kunstlehrerin Doris Schneider im Anschluss an den Vortrag. Schwarz-weiße und farbige Collagen, Drucke mit unterschiedlichen Motiven, Tonfiguren und Kohlezeichnungen greifen nicht nur die Techniken, sondern auch die wiederkehrenden Themen in Otto Pankoks Werk auf wie die Landschaftsmalerei, Tierdarstellungen und Porträts.  Doris Schneider bestätigte, dass die Schüler früherer Kurse die schöne Umgebung des Museums sehr angenehm und anregend für die eigene Gestaltung empfunden haben.

Trotz der geplanten Umbaumaßnahmen wird die museumspädagogische Arbeit im Haus Esselt fortgeführt, so dass Schulklassen auch während der Bauarbeiten vor den Originalen kreativ unterschiedliche Materialien ausprobieren können. Annette Burger und Doris Schneider freuen sich, dass das seit langem geplante Projekt jetzt realisiert wird. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Bürgerstiftung der Sparkasse, mit deren Hilfe Anschaffungen für die Durchführung und die Präsentation der Ergebnisse möglich werden.

Darauf dürfen sich in Zukunft die achten Klassen der Gesamtschule Hünxe freuen:

Die Technik der Collage mit Bildelementen aus Zeichnungen Otto Pankoks

 

Naturbilder nach Vorlagen des Künstlers im Haus Esselt, in denen oft ein Stuhl als Motiv galt.


Arbeiten im und um das Otto-Pankok-Museum

Otto-Pankok-Grundschule und Gesamtschule Hünxe kooperieren auf künstlerischer Ebene

„Wir wollen die Schmierereien an unseren Außenwänden des Schulgebäudes verschwinden lassen, fällt Ihnen da etwas ein, Frau Schneider?", fragte Frau Hampen, Leiterin der Grundschule in Drevenack. Nicht nur Frau Schneider, Kunstlehrerin der Gesamtschule Hünxe fiel etwas ein, sondern auch den Schüler*innen des Berufsförderkurses.

Die Auseinandersetzung mit Comicfiguren aus Kinderfilmen und Kinderbüchern brachte die überraschende Einsicht in das Alter vieler dieser Figuren. In Powerpointpräsentationen informierten die Schüler sich gegenseitig über Mickey Mouse und Co., stellten Veränderungen der Figuren fest, erarbeiteten ihre Charaktere. Bilder der modernen Kunst dienten als Anregung für die Gestaltung der Umgebung der Figuren. So entstanden zahlreiche Entwürfe zur Thematik „Helden der Kindheit treffen auf moderne Kunst." Eine Vorauswahl fand schon in der Gesamtschule statt, bevor das Kinderparlament der Drevenacker Grundschüler sich für den Entwurf von Geraldine Kalipke „Mario Kart trifft auf James Rizzi" entschied. „Ich bin so stolz, dass mein Entwurf gewählt worden ist", erzählte sie ihren Mitschüler*innen.

Die Gemeinde Hünxe stellte große Holzplatten als Trägermaterial zur Verfügung. Die farbige Gestaltung des Entwurfes erfolgte schul- und jahrgangsübergreifend an zwei Tagen im Kunstraum der Gesamtschule Hünxe. Mit großem Enthusiasmus arbeiteten die Großen und Kleinen bis zum Nachmittag an ihrem Gemeinschaftswerk. Alle Schüler waren begeistert von dem Ergebnis. „Können wir das nicht gleich mitnehmen?", fragte Mia aus der vierten Klasse. Frau Busch, Klassenlehrerin der Grundschüler, musste ihre Schüler*innen auf später vertrösten. Denn bevor die drei entstandenen Wandbilder an der Otto Pankok Schule bewundert werden können, müssen noch einige Abschlussarbeiten von der Gemeinde übernommen werden.
So eine produktive künstlerische Kooperation können wir uns in Zukunft wieder vorstellen, stellten die Lehrerinnen beider Schulen einvernehmlich fest.

 

Die Kurse Kulturleben des 9. und 10. Jahrgangs arbeiteten abwechselnd mit den Schülern einer vierten Klasse der Otto-Pankok-Schule Grundschule in Drevenack das Wandbild aus.

 

Wie aus Mauersteinen Kunstköpfe werden - Projektwoche  

Aus diesen Mauersteinen sollen wir Skulpturen machen, wie soll das denn gehen?“, fragte Tom aus der 6b der Gesamtschule Hünxe. „Köpfe sollen wir aus den rechteckigen Ytonsteinen schlagen?“, wunderte sich Luisa. Dennoch entstanden unter der Leitung der Kunstlehrerin Doris Schneider während zweier Tage zahlreiche Köpfe, die nicht nur bei den Mitschülern anderer Klassen Bewunderung hervor rief.

Anregung zu den abstrakten Formen erhielten die Schüler während einer Exkursion zum  Skulpturenmuseum, dem Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg. Dort lernten sie verschiedene Abstraktionsformen von Köpfen namhafter Künstler kennen, betrachteten einen „Kunstkopf“ ihrer Wahl näher und zeichneten ihn aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Museum waren der Kopf der „Schreitenden“ von Wilhelm Lehmbruck und die „Blonde Negerin“ des Rumänen Constantin Brancusi die Favoriten der Schüler.

Die im Museum gefertigten Zeichnungen dienten in der Schule als Anregung für das eigene Werk. Ausgestattet mit Feilen, manche sogar mit Hammer und Meißel arbeiteten die Schüler aus dem weichen Material allmählich eine Kopfform heraus.   Auch wenn manchmal von der ursprünglichen Größe des Steines nur noch ein faustgroßes Ergebnis zu betrachten war.imons Stein platzte während der Bearbeitung, dennoch entstand eine Skulptur, die andere Schüler als Kopf „wie von den Osterinseln“ identifizierten, was den jungen Künstler erfreute. Jeremy dagegen hielt sich nahe an seine Skizze von Henry Laurens kubistischem Kopf. Allerdings betonte er, dass er dabei eigene Ideen eingebracht hat. So wie alle anderen Schüler ebenfalls ganz individuelle Skulpturen gestalteten, die sich von den Kunstköpfen der Sammlung des Wilhelm Lehmbruck Museums stark unterscheiden.

Aus Anlass der 925 Jahrfeier Hünxes wanderten zahlreiche Köpfe ins Foyer des Hünxer Rathauses, wo sie Besucher wie Mitarbeiter erfreuen.