Gesamtschule Hünxe begrüßt Gäste aus Brasilien

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„Kommen wirklich echte Brasilianer zu uns?“, fragte Marlon, als die acht Mitarbeiter aus Campo Formosa, Bahia  aus dem Nordosten Brasiliens angekündigt wurden. Regelmäßig besucht der Aktionskreis Pater Beda mit wechselnden Begleitungen die Gesamtschulen in Hünxe und Dinslaken.

In diesem Jahr sind die Gäste aus dem Nordosten Brasiliens mit Pfarrer Pater Wellington  angereist. In szenischen Darstellungen stellen die 20 bis 30 jährigen jungen Brasilianer ihre Lebenswirklichkeit dar, die nicht nur aus Fußball besteht. Sie bilden  Jugendliche und Erwachsene  aus. Sie führen  Wasserprojekte durch, die überlebenswichtige Hilfe  in der Dürrezone darstellen, denn Brasilien besteht nicht nur aus weißem Sandstrand und jetzt neuen Fußballstadien.

Die Plagen des Landes trugen die Darsteller als Stichworte auf ihren T-Shirts, die sie später in eindrucksvolle Szenen umsetzten.

Wie zum Beispiel die Wahlversprechen, die nach der Wahl nicht eingehalten werden

Das Gesundheitswesen, von dem nur der profitiert, der Geld zahlen kann.

In diesem Jahr besuchen die 9 Brasilianer während ihres vierwöchigen Aufenthaltes täglich  Schulen und Gemeinden, die die Partnerprojekte unterstützen. Sie wollen die Gelegenheit nutzen, darauf hinzuweisen, dass sich das Engagement  vieler Menschen in Deutschland lohnt. Die Spenden fließen in die schulische und berufliche Ausbildung und bieten Perspektiven für Menschen, die sonst keine Chance auf menschenwürdige Arbeit haben.

Zum zweiten Mal besucht Pater Wellington die Gesamtschule Hünxe, die seit Jahren auf Initiative der Religionslehrerin Doris Schneider, die Partnerprojekte in Brasilien unterstützt. Mit Rollenspielen, in denen sie ihre Lebenswirklichkeit darstellen, möchten die jungen Mitarbeiter aus Brasilien Dank sagen für die finanziellen Hilfen, die auch aus Hünxe kommen. So sind die Spenden in Höhe von 400 € zum Beispiel aus Gottesdiensten, die alljährlich zur Begrüßung der neuen 5. Klassen von Schülern der sechsten Klassen durchgeführt werden,  schon überwiesen worden.  

Nachdem sie morgens in Hünxe vor 270 aufmerksamen Schülern der 5. Und sechsten Klassen mit Bildern und Vorträgen ihr Projekt vorstellten, fuhren sie zur nächsten Station in Dinslaken, wo sie von der Religionslehrerin Bettina Röttger eingeladen wurden. Von dort starteten sie zur Weiterreise zur Partnergemeinde in Hemer, eine weitere Station ihres Aufenthaltes im Franziskaner Kloster Bardel bei Bad Bentheim. Trotz dieser Anstrengung wirkten die jungen Gäste fröhlich und bedankten sich lächelnd bei ihren zahlreichen Zuschauern, in der Hoffnung darauf,  dass  ihre Arbeit jungen Menschen zeigt, dass sich  Engagement für die `Eine Welt` lohnt.

Bericht und Fotos von Frau Schneider-Olischläger.

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